Das Konzept unserer Arbeit
Unsere therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen basiert auf dem Anspruch, ein möglichst umfassendes Bild von der Lebenssituation des jungen Menschen zu erlangen und dadurch das Gewordensein von Verhaltensweisen besser zu verstehen.
Auf diesem Weg lässt sich störendes oder scheinbar fehlangepasstes Verhalten oft besser auf seine Ursachen zurückführen und es werden diejenigen Faktoren im Umfeld des Betroffenen erkennbar, die ein solches Verhalten über lange Zeit aufrecht erhalten oder gar verschlimmern können.
Darüber hinaus ermöglicht es diese umfassende Sichtweise, Interventionen gezielt dort anzusetzen, wo die Probleme entstehen bzw. in Kreisläufe einzugreifen, die zu problematischem Verhalten führen können.
Alle Interventionen erfolgen unter Berücksichtigung des aktuellen Lebensbezuges des betroffenen Kindes oder Jugendlichen. Sie beziehen seine Familie und sein übriges soziales Umfeld mit ein und versuchen, in der Beziehung Kind - Bezugsperson ein Gleichgewicht herzustellen.
In unserer Arbeit finden systemische, verhaltenstherapeutische und psychodynamische Methoden Anwendung, auf die sich je ein psychologischer Mitarbeiter vertieft hat. Darüber hinaus werden motorische Erlebensübungen von einer Motopädagogin durchgeführt. Der aktuelle Stand therapeutischen Wissens wird durch regelmäßige Teilnahme an Arbeitskreisen gewährleistet.
Der systemische Ansatz versteht den einzelnen Menschen im Beziehungsgefüge seines Umfeldes und sieht Symptome als Ausdruck bestimmter Beziehungsmuster. Therapeutische Interventionen zielen darauf, diese Muster deutlich werden zu lassen, die Ressourcen zu aktivieren und die Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten zu erweitern.
Der verhaltenstherapeutische Ansatz sieht die Gründe für ein abweichendes Verhalten in einem fehlgeleiteten Lernprozess. Unerwünschte Verhaltensmuster versucht sie durch Lern- und Verstärkungsprozesse in eine neue, angestrebte Richtung zu lenken.
Der psychodynamische Ansatz sieht die Probleme von Betroffenen in ungelösten Kinheitskonflikten oder Traumata begründet, die sich in äußeren Symptomen wiederspiegeln und die durch eine nachträgliche Bewältigung überwunden werden können.
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